IT-Schnupperpraktika für Schüler

IT

Was macht ein IT-Experte in einem Großunternehmen? Wie sieht sein Arbeitsalltag aus? Das wissen viele Schüler nicht. Deshalb führt die Bausparkasse Schwäbisch Hall regelmäßig IT-Schnupperpraktika für Schüler durch.

„Viele Jugendliche sind, wenn es um das Konfigurieren der Hardware und das Programmieren kleiner Software-Programme geht, schon echte Profis“, betont Sonja Striebel, Ausbildungsleiterin bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Nicht weil die Jugendlichen eine entsprechende Ausbildung absolviert hätten, sondern weil sie sich im Try-and Error-Verfahren die hierfür nötigen Kenntnisse angeeignet haben. „Das zeigt, welche Faszination die IT auf junge Leute ausübt.“

Doch bei der Berufswahl werden viele unsicher: Soll ich einen IT-Beruf ergreifen oder zum Beispiel (Wirtschafts-)Informatik studieren? Aus Unsicherheit entscheidet sich mancher dagegen. Eine zentrale Ursache hierfür ist, laut Striebel: Die Jugendlichen wissen nicht, wie der Arbeitsalltag im IT-Bereich eines Unternehmens aussieht – „und schon gar nicht können sie sich die Arbeit eines IT-Mitarbeiters bei einem Finanzinstitut wie der Bausparkasse Schwäbisch Hall vorstellen“.

Einblick in die IT- und Arbeitswelt gewähren

Deshalb kooperiert die Bausparkasse seit vielen Jahren mit mehreren Realschulen und Gymnasien in der Region. Das heißt, sie verpflichtete sich, den Schülern, aber auch Lehrern dieser Schulen „Einblicke in die Arbeits- und IT-Welt“ nicht nur bei Schwäbisch Hall zu ermöglichen – durch Praktika und Hospitationen sowie Arbeitsgruppen und Projekte an den jeweiligen Schulen. Zudem versprach die Bausparkasse den Schulen, den Schülern, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium im IT-Bereich interessieren, die nötigen Infos zur Verfügung zu stellen und sie in Trainings fit für die Bewerbung zu machen.

Seit mehr als zehn Jahren bietet die Bausparkasse zudem zwei Mal jährlich IT-Schnupperpraktika für Realschüler ab der 9. Klasse und Gymnasiasten ab der 10. Klasse an. Diese Kurz-Praktika sollen den Teilnehmern „erste Eindrücke vermitteln, wie die Arbeit in den IT-Teams bei Schwäbisch Hall aussieht und welche beruflichen Perspektiven ihre Mitglieder haben“, erklärt Werner Ollechowitz, Bereichsleiter Personal bei der Bausparkasse. Das Ziel hierbei: Schwäbisch Hall möchte die jungen Frauen und Männer zu einer Ausbildung im IT-Bereich ermutigen, sofern dies ihren Neigungen entspricht.

Studenten berichten über ihre Erfahrung

Die dreitägigen Praktika sind wie folgt konzipiert: Am ersten Tag findet nach der Begrüßung ein etwa zweistündiges Bewerbertraining statt. In ihm wird den Jugendlichen erläutert, worauf Unternehmen bei der Auswahl ihrer künftigen IT-Mitarbeiter achten. Danach lernen sie spielerisch das Unternehmen und die Marke Schwäbisch Hall kennen.

Am Nachmittag stellen junge Schwäbisch Hall-Mitarbeiter, die aktuell an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein IT-Studium absolvieren, den Praktikanten ihre Studiengänge und aktuelle IT-Projekte bei der Bausparkasse vor. Zurzeit absolvieren rund 30 junge Frauen und Männer ein solches Bachelor-Studium, bei dem sie eine Ausbildungsvergütung erhalten und jeweils die Hälfte der Zeit an der Hochschule studieren und das erworbene Wissen in der Bausparkasse anwenden. Danach besuchen die Praktikanten in Kleingruppen die Arbeitsplätze verschiedener IT-Experten, um eine plastische Vorstellung von deren Arbeitsumfeld und -alltag zu bekommen.

Netzwerke installieren und mit Java programmieren

Die beiden folgenden Praktikumstage sind wie Workshops konzipiert. Die Praktikanten erhalten praxisnahe Arbeitsaufträge, die sie im Team erfüllen. Beim letzten Schnupperpraktikum installierten die Schüler am zweiten Tag neue Rechner und bauten ein Netzwerk auf. Und am dritten Tag programmierten sie – unter Anleitung von Experten aus dem Schwäbisch Hall-IT-Bereich – mit der Programmiersprache Java. Das Praktikum endet mit einer Feedback-Runde, in der die Betreuer den Schülern eine Rückmeldung geben. Und die Praktikanten? Sie melden den Betreuern zurück, wie sie die drei Tage bei Schwäbisch Hall erlebten.

Große Resonanz, hoher Zuspruch

Das IT-Schnupperpraktikum stößt bei den Realschülern und Gymnasiasten auf eine sehr positive Resonanz. Entsprechend hoch sind die Bewerberzahlen. Beim letzten Praktikum betonten zudem alle Praktikanten, die drei Tage hätten ihnen einen wertvollen, weil praxisnahen ersten Eindruck über die Arbeit von IT-Mitarbeitern bei einer Bank vermittelt. Drei Viertel der Schüler gaben an, sie könnten sich ein duales Studium bei Schwäbisch Hall vorstellen. Der Rest war noch unentschlossen oder äußerte „Das ist nicht mein Ding“. Damit ist laut Werner Ollechowitz das Ziel des Praktikums auch erreicht – nämlich den Noch-Schülern einen ersten realistischen Einblick in die Arbeitswelt zu vermitteln, der sie ihrer Entscheidung in Sachen Berufswahl einen Schritt näher bringt.

Über den Autor:

Bernhard Kuntz ist Geschäftsführer der PRofilBerater GmbH, Darmstadt (D). Er ist u.a. Autor der Marketing- und PR-Ratgeber „Die Katze im Sack verkaufen“, „Fette Beute für Trainer und Berater“ sowie „Warum kennt den jeder?“

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