Gamification – Wie Spiele den Unternehmensalltag verändern

Gamification – Wie Spiele den Unternehmensalltag verändern

Zwei Bereiche, die auf den ersten Blick kaum weiter voneinander entfernt sein könnten: Unternehmen und Spiele. Tatsächlich haben sie heute allerdings eine ganz besondere und immer wichtigere Verbindung, denn Elemente, die wir eigentlich aus der Welt der Spiele kennen, halten in den Unternehmensalltag zunehmend Einzug. Gemeint ist die Gamification, durch die so manch ein Unternehmensprozess neu gestaltet wird.

Jeder mag Spiele

Gamification baut darauf auf, dass heutzutage im Grunde jeder Videospiele kennt und versteht. Spiele jedweder Art sind jetzt ein fester Teil des Alltags der Gesellschaft und eine allseits beliebte Freizeitbeschäftigung. Dabei hat sich jeder schon kniffligen Aufgaben gegenübergesehen, um das nächste Level zu erreichen oder eine Errungenschaft zu ergattern. Das beginnt schon bei beliebten Jump’n’Runs wie Super Mario, wo man rennend und hüpfend Münzen sammelt, Pilze erwischt und Gegnern ausweicht, um das Level zu schaffen und den Highscore zu knacken.

Selbst bei traditionellen Kartenspielen legt man sich besonders ins Zeug, um den Gegner zu schlagen. Besonders sieht man das im Kartenspiel Poker, das heutzutage besonders gern neben weiteren Tischspielen wie Blackjack online gespielt wird. Egal, ob man gegen den Dealer oder andere Spieler spielt, man muss taktisch klug entscheiden und strategisch nachdenken, um als Gewinner hervorgehen zu können. Auch moderne Rollenspiele wie etwa The Elder Scrolls wecken den Kampfgeist, um die eigene Spielfigur mit dem Meistern von Herausforderungen zu verbessern, neue Levels zu erreichen und Errungenschaften zu bekommen. Wer hätte gedacht, dass all das einmal auch im Unternehmen einen Platz finden würde?

Mit Spielelementen Mitarbeiter motivieren

Die Elemente aus der Welt der Spiele bringen im Arbeitsalltag verschiedene Möglichkeiten mit sich, an die man nicht sofort denkt. Doch genau solche zunächst unlogisch klingende Querdenker-Ideen können manchmal die besten sein. Beim Spielen ist es nicht ungewöhnlich, dass man sich immer und immer wieder das gleiche Level vornimmt, mehrfach gegen den Endgegner antritt und unzählige Male ein „Game Over“ angezeigt bekommt. Dies ist jedoch beim Gamen kein Grund, aufzugeben.

Genau das lässt sich in den Unternehmenskontext bringen. Diesmal geht es allerdings nicht darum, virtuell ins nächste Level zu kommen, sondern im echten Leben Ziele des Unternehmens zu erreichen. Gamification eignet sich nämlich hervorragend, um bei Mitarbeitern den Wettgeist anzufeuern und sie zu motivieren, Aufgaben auf der Arbeit zu meistern. Hierzu setzen immer mehr Geschäftsführer auf Elemente aus der Welt der Spiele. Für erledigte Aufgaben gibt es Punkte, für erreichte Etappenziele Errungenschaften. Wer die meisten abgesahnt hat, klettert im Leaderboard nach oben. Da strengt man sich gleich mehr an, die Ziele zu erreichen – und hat sogar Spaß dabei! Punkte, Levels und Errungenschaften stellen nämlich ein unmittelbares Feedback für die Mitarbeiter dar, die sich dadurch mehr wertgeschätzt fühlen und motivierter an die Arbeit gehen.

Spiele zur Talentsuche

Doch derartige Spielelemente lassen sich nicht nur bei bestehenden Mitarbeitern einsetzen, denn auch bei der Suche nach neuen Talenten kann die Welt der Spiele weiterhelfen. Immer mehr Personaler setzen heutzutage auf die Kraft der Games im Bewerbungsprozess. Anstatt sich auf steife Lebensläufe mit begrenzten Informationen zu verlassen, kann man mit Spielen Kandidaten gleich viel besser einschätzen. Hierzu entwickeln viele Unternehmen inzwischen ihre eigenen Spiele, bzw. lassen sie entwickeln, mit denen genau das abgefragt wird, was das Unternehmen braucht. Mit Quizzen und Simulationsspielen können Kandidaten direkt ihr Wissen und Geschick unter Beweis stellen und in verschiedenen virtuellen Situationen ihre Eignung für die Stelle zeigen.

Anstatt nur am Lebenslauf zu erkennen, wie viel Erfahrung eine Person hat, kann man mit einem Spiel virtuell Situationen durchspielen lassen. Dies bringt gleich mehrere Vorteile: Der Kandidat erkennt zum einen selbst besser, ob die Stelle für ihn geeignet ist, wodurch sich weniger ungeeignete Personen bewerben. Zum anderen kann eine präzisere Vorselektion erfolgen, sodass weniger Bewerbungsgespräche geführt werden müssen. Das spart sowohl dem Unternehmen als auch den Kandidaten Zeit, Geld und Nerven. Langfristig findet man dadurch geeigneteres Personal und kann auf effiziente Weise sein Team bestmöglich zusammenstellen.

Spiele und Unternehmensalltag sind damit gar nicht so weit voneinander entfernt, wie man zunächst denken würde. Tatsächlich finden die Spielelemente heutzutage stetig mehr Einzug in die Prozesse der Unternehmen, wo sie dabei helfen, Mitarbeiter zu motivieren und neue geeignete Talente ausfindig zu machen.

Autor: Redaktion

 
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