Trendscout

Das Zeitalter der intelligenten Produkte und Services[1] ist angebrochen:

Unternehmen erwarten, dass in den nächsten drei Jahren durchschnittlich 28 Prozent ihres Umsatzes nur durch intelligente Services erzielt werden.

Während nur 35 Prozent der Unternehmen derzeit intelligente Services anbieten, plant mehr als die Hälfte (53 Prozent), dies in naher Zukunft zu tun.

Von vernetzten Autos über das Gesundheitsmonitoring bis hin zu Smart-Home-Services – viele Unternehmen setzen künftig ihren Schwerpunkt auf Service-Innovationen. Laut der Studie Intelligent products and services: unlock the opportunity of a connected businessdes Capgemini Research Institute sehen mehr als 80 Prozent der Unternehmen den Wechsel zu software- und servicebasierten Modellen als einen wichtigen Trend, der ihre Branche beeinflusst. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Unternehmen (78 Prozent)[1] sich zumindest in der Übergangsphase hin zu intelligenten Produkten und Services befinden und sich vom traditionellen Geschäftsmodell „herstellen, verkaufen, liefern“ wegbewegen. Rund sieben von zehn Unternehmen sind der Meinung, dass sie ohne Investitionen in intelligente Produkte und Services Marktanteile verlieren und Wettbewerbsvorteile riskieren.

Der Studie zufolge geben 87 Prozent der Unternehmen an, dass intelligente Produkte und Services für ihre Geschäftsstrategie entscheidend sind. Besonders ausgeprägt ist dies bei produzierenden Unternehmen (87 Prozent), dicht gefolgt von der Medizintechnik und der Konsumgüterindustrie (beide 84 Prozent). Es wird erwartet, dass in den nächsten drei Jahren durchschnittlich 28 Prozent des Unternehmensumsatzes aus intelligenten Services stammen werden, während es heute durchschnittlich nur 12 Prozent sind.

„Intelligente Produkte und Services, die auf digitalen Technologien und Künstlicher Intelligenz basieren, werden in den nächsten drei Jahren an enormen Wert für Unternehmen, Verbraucher und die Weltwirtschaft insgesamt gewinnen. Das bisher noch nicht ausgeschöpfte Potenzial kann man beispielsweise daran erkennen, dass in der aktuellen Lage smarte Stromzähler für die bessere Steuerung des Verbrauchs in Deutschland fehlen“, sagt Dr. Leonardo Weiss Ferreira Chaves, Global Head of Intelligent Products & Services bei Capgemini Invent. „Traditionelle Produktunternehmen rüsten um und werden zu softwaregesteuerten Unternehmen, um somit neue Kundenerfahrungen zu bieten, die Kundentreue zu erhöhen und kontinuierliche Umsatzströme zu generieren. Die Zeit zum Handeln ist jetzt gekommen. Unternehmen, die in der Lage sind, intelligente Produkte und Services zu skalieren, werden den Wettbewerb überholen und die Wertschöpfung beschleunigen“

Kosteneinsparung und weniger Umweltbelastung durch intelligente Produkte und Services

Ergebnisse der Studie zeigen, dass Unternehmen, die mit der Einführung intelligenter Produkte und Services begonnen haben, nicht nur in Bezug auf den Umsatz Vorteile sehen: So haben 83 Prozent die Servicekosten gesenkt und ebenso viele das Kundenerlebnis verbessert. Ein ähnlich großer Teil (84 Prozent) konnte mit Intelligenten Produkten und Services auch nachhaltiger agieren. Da sie Daten sowie Erkenntnisse sammeln und teilen, lassen sich damit Abfälle reduzieren oder Energie, CO2, Wasser und vieles mehr einsparen – was außerdem die Kreislaufwirtschaft fördert.

„Fast Mover“ sind die Unternehmen, die klar definierte Visionen und Strategien für intelligente Produkte und Services vorweisen können und daraus bereits einige Vorteile feststellen konnten. 59 Prozent der in dieser Studie untersuchten Unternehmen zählten zu der Gruppe. Von diesen wiederum hat etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) ihre Kohlendioxidemissionen um mehr als zehn Prozent verringern können. Fast ebenso viele (55 Prozent) konnten ihre Kundenzufriedenheit (Net Promoter/Customer Satisfaction Score) um mehr als zehn Prozent verbessern. Darüber hinaus hat fast die Hälfte der Fast Mover eine schnellere Markteinführung im Bereich Forschung und Entwicklung sowie zehn Prozent niedrigere Wartungskosten festgestellt.

Integration neuer Technologien und bestehender Systeme und Instrumente ist herausfordernd

Laut der Studie sind 56 Prozent der Unternehmen der Meinung, dass veraltete Technologien ein großes Hindernis für den Fortschritt darstellen. 76 Prozent der Befragten sehen datenbezogene Herausforderungen. In diesem Zusammenhang mangele es an einer stabilen Infrastruktur zur Speicherung neuer Daten, die durch intelligente Produkte und Services erzeugt werden. Dies unterstreicht, dass Unternehmen ihre digitale Infrastruktur umgestalten und in sie investieren müssen. So können sie den Zugang zu Daten und deren robuste Verwaltung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg sicherstellen.

Investitionen in Aus- und Weiterbildung erforderlich

Der Wechsel vom traditionellen Geschäftsmodell hin zu intelligenten Angeboten stellt auch die Mitarbeiterschaft vor Herausforderungen. Tatsächlich meldeten die Unternehmen eine Qualifikationslücke von mehr als 40 Prozent in Schlüsselpositionen aus den Bereichen Datenmanagement und Analyse, Agilität und Innovation. Die interne Weiterbildung der Mitarbeitenden, strategische Einstellungen oder der Erwerb von Fähigkeiten durch externe Partnerschaften werden wichtige Schwerpunktbereiche sein. Es gibt auch schon große Fortschritte: 84 Prozent der Unternehmen, die im Bereich der intelligenten Produkte und Services führend sind, bauen ihre Design- und Ingenieurteams um, indem sie Talente in den Bereichen Softwareentwicklung, Systemtechnik und Product Clouds einstellen.

Methodik

Das Capgemini Research Institute befragte von April bis Mai 2022 in 11 Ländern 1.000 Führungskräfte aus großen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar, die ausschließlich traditionelle Hersteller in den Bereichen Automobil, Medizintechnik[2] , Konsumgüter, Industrie- und Investitionsgüter, Hightech-Fertigung sowie Energie und Versorgungsunternehmen sind. Die Befragten befanden sich auf der Ebene eines Direktors oder höher und waren entweder für die Entwicklung der Strategie für intelligente Produkte/Services in ihrem Unternehmen verantwortlich oder standen in enger Verbindung damit. Darüber hinaus wurden ausführliche Interviews mit Führungskräften aus verschiedenen Unternehmen geführt, darunter sowohl traditionelle Hersteller als auch Digital Natives. Zu den Befragten gehörten diejenigen, die an der Entwicklung intelligenter Produkte und Services beteiligt sind und in allen Funktionsbereichen wie Strategie, Produkt-/Serviceentwicklung, Technik, IT und Kundenmanagement arbeiten.

Über Capgemini

Capgemini ist einer der weltweit führenden Partner für Unternehmen bei der Steuerung und Transformation ihres Geschäfts durch den Einsatz von Technologie. Die Gruppe ist jeden Tag durch ihren Purpose angetrieben, die Entfaltung des menschlichen Potenzials durch Technologie zu fördern – für eine integrative und nachhaltige Zukunft. Capgemini ist eine verantwortungsbewusste und diverse Organisation mit einem Team von über 350.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in mehr als 50 Ländern. Eine 55-jährige Unternehmensgeschichte und tiefgehendes Branchen-Know-how sind ausschlaggebend dafür, dass Kunden Capgemini das gesamte Spektrum ihrer Geschäftsanforderungen anvertrauen – von Strategie und Design bis hin zum Geschäftsbetrieb. Dabei setzt das Unternehmen auf die sich schnell weiterentwickelnden Innovationen in den Bereichen Cloud, Data, KI, Konnektivität, Software, Digital Engineering und Plattformen. Der Umsatz der Gruppe lag im Jahr 2021 bei 18 Milliarden Euro.

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Über das Capgemini Research Institute

Das Capgemini Research Institute ist Capgeminis hauseigener Think-Tank in digitalen Angelegenheiten. Das Institut veröffentlicht Forschungsarbeiten über den Einfluss digitaler Technologien auf große Unternehmen. Das Team greift dabei auf das weltweite Netzwerk von Capgemini-Experten zurück und arbeitet eng mit akademischen und technologischen Partnern zusammen. Das Institut hat Forschungszentren in Indien, Singapur, Großbritannien, und den USA.

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[1] Die Umfrage wurde bei diesen 78% (1.000) Organisationen fortgesetzt.

[2] Biopharma-Firmen (Biotechnologie und Pharmazeutik) wurden in der Studie nicht berücksichtigt, da sie bereits in der folgenden Capgemini-Studie analysiert wurden: Unlocking the value in connected health

[1] Intelligente Produkte sind intelligente, vernetzte, softwaregestützte Produkte, die durch Echtzeit-Feedback kontinuierlich verbessert werden können. Die von ihnen generierten und gesammelten Daten ermöglichen es Unternehmen, intelligente Services anzubieten – was zu neuen, auf „Servitization“ basierenden Geschäfts- und Umsatzmodellen führt. Servitization bezieht sich auf Branchen, die ihre Produkte nutzen, um ein „Ergebnis als Service“ zu verkaufen, anstatt einen einmaligen Verkauf zu tätigen.

Quelle: Presseportal.de

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