Zuhause gesund am Schreibtisch arbeiten – diese Tipps helfen

Schreibtisch Homeoffice

Wer in einem modernen Büro arbeitet, muss sich um die Möbel keine Gedanken machen. Anders verhält es sich, wenn die Schreibtischarbeit hauptsächlich oder sogar vollständig zuhause stattfindet. Denn dann muss auf einige Faktoren geachtet werden, um das Arbeiten im Sitzen gesund zu gestalten.

Zuhause im Sitzen arbeiten – Warum kann es gefährlich für die Gesundheit werden?

In einem Büro zu arbeiten hat zumindest für den Rücken und das Herz-Kreislauf-System einige Vorteile. Arbeitswege, nebenan zu einem Kollegen gehen, durch das Büro oder sogar das ganze Bürogebäude laufen – trotz langem Sitzen wird in einem Büro ab und an aufgestanden. Zudem sind in modernen Büros auch die Büromöbel ergonomisch ausgerichtet.

Anders beim Arbeiten Zuhause. Der Arbeitsweg entfällt, der Arbeitsraum ist insgesamt kleiner und für gewöhnlich stehen Drucker, Kopierer und Co. in Reichweite. Dadurch sitzen Menschen, die am heimischen Schreibtisch arbeiten, meist durchgehend längere Zeit. Langes Sitzen ohne zumindest kurze Pausen einzulegen hat jedoch verheerende Folgen für den Rücken und das Herz-Kreislauf-System.

Doch gegen diese negativen Auswirkungen kann jeder selbst etwas unternehmen.

Wie sieht gesundes Arbeiten am Schreibtisch aus?

Für gesundes Arbeiten im Sitzen müssen im Grunde nur drei Faktoren beachtet werden:

  • die richtigen Möbel
  • die korrekte Einstellung
  • Bewegung einplanen

Weitere Informationen hierzu finden sich im Ratgeber von Kaiser+Kraft. Die richtigen Möbel lassen sich beim entsprechenden Anbieter sehr einfach finden. Wichtig sind ein ergonomischer Stuhl für dynamisches Sitzen und ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Denn die Höhe der Arbeitsfläche muss zur eigenen Körpergröße passen.

Die ideale Schreibtischhöhe lässt sich finden, wenn beim aufrechten Sitzen die Unterarme flach auf der Platte abgelegt werden können und etwa einen 90 Grad Winkel zu den Oberarmen bilden. Auch die Knie sollten 90 Grad angewinkelt sein. Für viele ist diese Haltung zunächst ungewohnt, dennoch ermöglicht sie gesundes Sitzen.

Zur korrekten Einstellung gehört zudem auch der Monitor und sollte dazu so ausgerichtet sein, dass im aufrechten Sitzen gerade noch darüber geschaut werden kann. Die Technik im Büro hat jedoch noch einen weiteren Einfluss auf die Gesundheit.

Technik im Büro – so sollte es sein

Neben der Höhe des Monitors sind auch einige andere Faktoren wichtig. Beispielsweise die Ausrichtung von Bildschirmoberfläche und Lichtquellen. Denn Reflexionen strengen die Augen an und können dafür sorgen, dass man sich regelrecht den Hals verdreht oder eine geduckte Haltung einnimmt, um alles auf dem Monitor erkennen zu können.

Bei dem Licht verhält es sich ähnlich. Wenigstens 500 Lux sollten es sein, damit alles ohne Anstrengung gesehen werden kann. Wer bereits eine Sehschwäche hat, sollte die Beleuchtung etwas heller gestalten. Zudem ist eine Deckenlampe mit weichem Licht die optimale Wahl. Denn weiches Licht ist auch bei höheren Helligkeitsgraden nicht so schnell grell. Auf dem Schreibtisch darf die Punktbeleuchtung nicht fehlen. Anpassbare Modelle sind gut geeignet, da sie sowohl zum Lesen von Papieren als auch zur indirekten Erhellung des Monitors verwendet werden können.

Bleibt noch die Tastatur, beziehungsweise ihre Position auf dem Schreibtisch. Für eine gerade und gesunde Haltung sollten sowohl Monitor als auch Tastatur parallel zur Schreibtischkante ausgerichtet werden.

Tipps zur Bewegung im Büro

Um mehr Bewegung ins Homeoffice zu bringen, sollten einige Punkte berücksichtigt werden. Mit den folgenden Tipps gelingt das ganz einfach:

  1. Drucker, Aktenschränke und alles was regelmäßig benötigt wird möglichst weit entfernt vom Schreibtisch aufstellen. Das zwingt dazu aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.
  2. Wenigstens einmal pro Stunde ein paar Schritte gehen, dehnen und strecken.
  3. Wenn die Bewegung immer wieder vergessen wird, einen Alarm einstellen, der daran erinnert.
  4. Das Telefon außerhalb der Reichweite legen. Beim Telefonieren aufstehen und umherlaufen.
  5. Sobald kein Blick auf den Monitor nötig ist, wenigstens ein paar Schritte gehen.

Optimal ist es zudem, 30 Prozent der Arbeitszeit im Stehen oder gehend zu verbringen. In der Pause einen kleinen Spaziergang einzulegen oder zumindest während der Arbeit ein paar Runden durch die eigenen vier Wände zu drehen sollte daher zur festen Gewohnheit werden.

Autor: Redaktion

 
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