Wie werden Sportwetten steuerlich behandelt?

Wie werden Sportwetten steuerlich behandelt

Sportwetten erleben seit der Marktöffnung im Jahr 2011 einen stetigen Aufschwung an Kundenzahlen, gespielten Summen und Gewinnchancen. Auch die Wettanbieter haben die Innovationen vorangetrieben und arbeiten permanent in ihrem Angebot, Service sowie der Sicherheit. Darunter fällt auch die Steuerabgabe der Gewinne. Wie Sportwetten steuerlich behandelt werden, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Dabei wird unterschieden, ob der Buchmacher die Wettsteuer trägt oder diese von den Spielern getragen werden muss. Beides funktioniert in der Regel automatisch. Um das Thema Sportwetten und die steuerliche Regelung zu erklären und um Halbwahrheiten der Illegalität aus der Welt zu schaffen, gibt der folgende Artikel näher Aufschluss über das Thema.

Der freie Markt mit Glücksspiel

Sportwetten werden in Deutschland über das Glücksspielgesetz geregelt. Zwar gibt es einige Differenzen zwischen Glücksspiel, wie Poker oder Roulette, und Sportwetten, wie beispielsweise, dass man sich auf Sportwetten gezielt vorbereiten und informieren kann, das soll aber nicht das Thema des Artikels sein. Sportwetten gibt es im Prinzip seit der Beginn an. Bereits die alten Griechen erfreuten sich an Wetten auf die ersten olympischen Spiele und selbst sie waren bei weitem nicht die ersten. Mit dem Internet kam die Möglichkeit, die Sportwetten online abzugeben. Das Problem war aber, dass die Anbieter oft keine Glücksspiellizenz hatten, die Plattformen nicht sicher waren, das Angebot ab und an von Betrügern gefälscht wurde und die Gewinne dem deutschen Fiskus nicht waren. Kurz gesagt, Sportwetten im Internet waren in Deutschland nicht legal. Im Jahr 2011 gab es dann eine Teilöffnung des Marktes. Ausländische Wettanbieter durften dann endlich hierzulande ihr Angebot offen darlegen, dadurch mussten deutsche Spieler sich keine Sorgen mehr machen, dass sie einem Betrug zum Opfer fallen oder das Gesetz brechen. Der Markt wurde geöffnet und der deutsche Staat verlor das lang geschützte Glücksspielmonopol, wodurch ein offener und freier Markt entstand, auf welchen nun zahlreiche Anbieter um die Kunden konkurrieren.

Die Einführung der Wettsteuer

Nachdem das staatliche Monopol an Glücksspiel an viele Unternehmen abgegeben wurde, fehlten natürlich gewaltige Summen in der Staatskasse. Deshalb kam im folgendem Jahr 2012 die Wettsteuer mit ins Spiel. Festgelegt wurde sie auf fünf Prozent. Die fünf Prozent werden von jedem Buchmacher anders behandelt. Einige Buchmacher legen die fünf Prozent auf die eingesetzte Summe auf, andere wiederum auf den Gewinn. Wie ein Anbieter die Steuer regelt, ist im Normalfall direkt auf der Homepage nachzulesen. Nachdem es den Kunden erlaubt ist, ein Benutzerkonto bei mehreren Anbietern zu erstellen, werden die Einsätze und Gewinne unterschiedliche versteuert. Beispielsweise werden bei einem Buchmacher bei einem Einsatz von 100 Euro direkt fünf Prozent, also fünf Euro, abgezogen werden, bei einem anderen Unternehmen wird erst der Gewinn, beispielsweise 150 Euro mit fünf Prozent Steuern, also 7,50 Euro, belastet.

Sind Gewinne aus Sportwetten eine Art der Einnahme

Die im Beispiel genannten Beträge von 100 Euro und 150 Euro sind große Beträge, mit denen nur sehr wenige Kunden spielen. Der durchschnittlich eingesetzte Betrag an Einsätzen liegt zwischen drei und zehn Euro für eine Wette. Trotzdem sind gewiefte Spieler in der Lage, auch mit kleinen Beträgen, guten Quoten, sicheren als auch zahlreichen Wetten große Gewinne zu machen. Aber zählen die Gewinne aus Sportwetten als eine Art der Einnahme? Noch vor ein paar Jahren waren die Gewinne von Sportwetten in Deutschland und Österreich steuerfrei. Laut dem Einkommensteuergesetz sind Sportwetten keine der sieben Arten der Einkünfte von Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit, nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte. Es zwei Gründe, warum Sportwetten keine gesetzliches Einkommen ist. Zum einen würden dann zahlreiche Berufsspieler auf den Markt strömen und die real schaffende Arbeit links vernachlässigen und, das ist wahrscheinlich der hauptsächliche Grund, sonst können die Spieler Einnahmen gegen die Verluste verrechnen. Das wäre ein Verlustgeschäft für den Staat. Deshalb wurde die Wettsteuer in Form einer speziellen Art der Steuer, als eine Sondersteuer ins Leben gerufen.

Der Zusammenhang zwischen der Wettsteuer und dem Angebot an Sportwetten

Die Wettsteuer ist also eine neue Errungenschaft des deutschen Fiskus und die Wettanbieter dürfen selbst entscheiden, wie sie die fünf Prozent abrechnen. Entweder auf den Bruttoeinsatz oder auf den Bruttogewinn. Bereits im ersten Jahr der Wettsteuer, also vom Jahr 2012 bis ins Jahr 2013, als der Markt noch neu war, wurden mehr als 165 Millionen Euro eingenommen. Damals war es noch üblich, dass die Wettanbieter die fünf Prozent übernahmen, also der Gewinn hat den Spielern zu einhundert Prozent gehört. Aber mit der steigenden Kundenzahl war der Betrag ab einem Zeitpunkt so groß, dass sich das selbst die Marktführer nicht mehr leisten konnten. Seitdem sinkt die Zahl der Anbieter, welche die Steuer übernehmen Jahr für Jahr. Aber das ist nicht gleich unfair, denn es gibt folgendes zu beobachten. Die Buchmacher, welche die Wettsteuer nicht übernehmen und die fünf Prozent vom Gewinn abziehen, weisen oft die höheren Quoten auf ihrer Seite auf. Die Quoten unterscheiden sich bei allen Buchmachern. Deshalb haben professionelle Spieler mehrere Konten. Denn so ist es möglich, auf eine Wettoption, beispielsweise der Gewinner des Spiels FC Bayern München gegen den Hamburger SV, mehr Gewinn zu machen, als bei einem anderen Buchmacher. Die Anbieter, welche die Wettsteuer übernehmen weisen im Durchschnitt geringere Quoten auf. Die niedrigen Quoten sind mit der gewaltigen Summe an Steuerabgaben zu rechtfertigen. Die Buchmacher haben mehrere Millionen Spieler in Deutschland, wodurch Millionenbeträge an Steuern aufkommen. Demnach entscheidet man sich für entweder keine Steuer und niedrigere Quoten oder einer Steuerabgabe und besseren Quoten.

Den richtigen Wettanbieter auswählen

Es gibt einige wichtige Kriterien, die bei der Auswahl für einen Buchmacher zu beachten sind. Das sind beispielsweise die gültigen Lizenzen, Zertifikate sowie positive Bewertungen eines Anbieters. Die Wettsteuer ist aber ebenfalls ein entscheidender Punkt, vor allem wenn man auf der Suche nach einem Anbieter ist, der keine Wettsteuer verlangt. Hier ist eine Auflistung aller lizensierten Buchmacher zu finden. Des Weiteren werden auf der Plattform umfangreiche Informationen zu den Anbietern, deren Angebot, Service, Quoten und Steuern bereitgestellt. Damit lassen sich die Buchmacher ganz leicht evaluieren. Eine praktische Sache auf der Internetseite ist eine Suchfunktion, bei welcher individuelle Kriterien, wie beispielsweise die Steuerabrechnung, eingetragen werden können, wodurch die Angebotsliste der Buchmacher neu sortiert wird. Des Weiteren kann man zwei oder mehrere Anbieter auswählen und sie auf der Plattform gegenüberstellen und vergleichen lassen. Falls die Entscheidung immer noch nicht fallen sollte, kann man wie bereits erwähnt auch mehrere Konten bei unterschiedlichen Anbietern erstellen. Die sind in jedem Fall kostenfrei und es hat den Vorteil auf die besseren Quoten zugreifen zu können.

Autor: Redaktion

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