Starting Up – Von der Idee zum Markteintritt

Starting Up – Von der Idee zum Markteintritt

Für Unternehmen gelten oft ähnliche Regeln wie für Sportler. Wie in der Formel 1 ist es leichter, einen Vorsprung vom Start an über die Zeit zu retten, als von hinten das gesamte Feld erst ein- und schließlich zu überholen. Damit ein StartUp von Beginn an einen Vorteil haben kann, müssen sich Gründer gewissenhaft informieren. Dieser Leitfaden hilft dabei, Fehler zu vermeiden und die richtigen Entscheidungen zu treffen – damit das Jungunternehmen vom Start an den Markt dominiert.

  1. Die richtige Idee finden

Nicht jede Idee ist gründungstauglich. Um herauszufinden, ob die eigene Idee das nächste Facebook oder nur eine von eintausend Schnapsideen ist, eignen sich viele Modelle aus dem Design-Thinking Bereich. Insbesondere die Business-Model-Canvas sollten angehende Gründer verinnerlichen und ihre Ideen durch sie prüfen.

  1. Die richtigen Rahmenbedingungen schaffen

Sobald man die richtige Idee gefunden hat, sollte man eine konstruktive Arbeitsatmosphäre schaffen – und zwar für das gesamte Team. Dazu gehört nicht nur, dass man alle Mitarbeiter sorgfältig auswählt, sondern auch, dass man deren Kompetenzen effizient abstimmt. Hierzu sind interne Kommunikationstools extrem hilfreich. Mithilfe von ERP-Systemen kann man nicht nur genau planen, wie viele und welche Mitarbeiter wann an welchem Projekt arbeiten sollen, man kann die Planung auch kommunizieren. Das Kürzel „ERP“ steht für „enterprise resource planning“ und bezeichnet eine ganze Gruppe verschiedener Anbieter und Systeme. Einige ERP-Tools helfen gleichzeitig bei Aufgaben wie Buchhaltung, SCM (supply chain management), CRM (customer relationship management) oder EAM (enterprise asset management), während andere fast ausschließlich dem financial management gewidmet sind. Diese ERP-Systeme sind in der Regel modular aufgebaut, das heißt, man kann sich genau die Teile eines Tools aussuchen, die zu den eigenen Anforderungen passen und muss nicht unnötig viel Software implementieren. Es gibt bei solchen Systemen allerdings enorme Preisunterschiede. Einige Hersteller bieten ihr Produkt völlig kostenfrei an, andere verlangen mehrere tausend Euro pro Jahr. Möchte man sich in der Masse an ERP-Anbietern orientieren, hilft dieser Marktüberblick.

  1. Den richtigen Markeintritt wählen

Man hat also eine Idee, ein motiviertes Team, das effizient arbeitet, und hoffentlich auch schon ein einigermaßen fertiges Produkt. Nun gilt es, sich für einen guten Zeitpunkt und eine gute Methode zu entscheiden, wann und wie man in den Markt eintreten möchte. Dabei kann man, je nach Produkt und Branche, vollkommen unterschiedlich vorgehen. Einige StartUps arbeiten so lange an ihrem Werk, bis es absolut ausgereift ist und bringen es dann als große Revolution mit viel Werbung auf den Markt, um einen Großteil der Konkurrenz sofort zu verdrängen. Eine andere Möglichkeit ist es, ein sogenanntes „MVP“ zu kreieren. MVP steht dabei nicht wie beim Sport für den „most valuable player“, sondern für „minimum viable product“. Ein MVP ist ein sehr grundlegendes und simples Produkt, das noch nicht den gesamten geplanten Funktionsumfang bereitstellt, aber dafür der Kernzielgruppe schon jetzt einen Mehrwert liefert. Später, im laufenden Betrieb, wird das Produkt weiter verbessert. Die Beispiele hierfür sind gerade in der Software-Branche endlos: Jedes Update, das neue Funktionen in ein Programm implementiert, ist eine nachträgliche Verbesserung. In der Regel sind die Programme vorher lange keine MVPs mehr, allerdings stammen sie auch selten von jungen StartUps. Ein konkretes Beispiel ist WhatsApp: Anfangs konnte man mit dem Messenger ausschließlich Textnachrichten verschicken. Erst später wurden Emojis eingeführt und noch später die Möglichkeit, Bilder auszutauschen. Das Versenden von Videos, Sprachnachrichten oder Dokumenten waren jeweils erneute Updates, die man im Laufe mehrerer Monate und Jahre nachlieferte.

  1. Fleißig bleiben

Mit dem Launch des ersten Produktes hat man als Unternehmen eine große Hürde genommen – allerdings keinesfalls die letzte. Vor allem wenn man erfolgreich war, wird die Konkurrenz nicht lange auf sich warten lassen und dann beginnt die Arbeit, immer dem eigenen Markt (und den eigenen Kunden) voraus sein zu müssen. Hat man allerdings schon zu Beginn der Gründung die richtigen Entscheidungen getroffen, ein effizient arbeitendes Team und Unternehmen aufgebaut, kann man es schaffen, auch langfristig Erfolg zu haben.

Autor: Redaktion

 
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