Pokerface im Alltag

Pokerface im Alltag

Es gibt so viele Situationen im Alltag, wo uns ein Pokerface helfen kann. Wir fahren leicht alkoholisiert oder hatten das Handy beim Fahren in der Hand … Nun geht es darum ein Pokerface aufzusetzen, wenn der nette Polizist uns direkt fragt. Doch nicht jedem gelingt das wirklich.

Doch woher kommt der Ausdruck überhaupt. Eigentlich stammt dieses Wort aus der Welt des Glücksspiels. Beim Pokern geht es ja darum, den anderen zu täuschen. Die anderen Mitspieler sollen auf keinen Fall mitbekommen, wie es um das eigene Blatt steht. Es gibt Profispieler, die beherrschen das Spiel mit dem Gesichtsausdruck perfekt. Manchmal wünschten wir uns, dass wir davon eine Scheibe abschneiden könnten. Wie ein Pokerface auch im Alltag hilft, kennt wohl jeder. Es geht um zwei Gegensätze. Zu einem darum, unsere eigenen Gedanken durch eine andere Mimik zu verstecken und darum, das Gesicht des anderen zu lesen. Zum Beispiel dann, wenn wir im Geschäft um Rabatte handeln wollen. Der arme Student hat dabei immer die besten Voraussetzungen, sofern die Mimik mitspielt.

Pokerface kann uns helfen

Mimik, die gesamte Körpersprache ist entscheidend. Nicht nur beim Pokern oder anderen Glücksspielen. Sondern auch im realen Leben, wenn wir mit unserem Boss einen Zuschuss oder einen besseren Lohn verhandeln wollen. Doch so einfach ist das scheinbar nicht. Im Fernsehen, zum Beispiel bei den Pokerturnieren oder in den Spionagefilmen sieht das Pokerface so wahnsinnig einfach aus. Stehen wir dann vor dem Spiegel macht sich eine gewisse Enttäuschung breit.

Doch mit ein wenig Aufwand kann jeder das Pokerface lernen. Der eigene Spiegel ist dafür besonders wichtig. Die normale Kommunikation zwischen Menschen läuft mit Mimi, Wörtern und Körpersprache. Das ermöglicht uns, den anderen einschätzen zu können und beim Partner dessen Bedürfnisse aus den Augen abzulesen. Doch es gibt so viele Situationen, wo eben jenes Pokerface wertvoller als eben alles andere sein könnte. Emotionen werden nach außen unterdrückt, die eigenen Gefühle werden dabei kontrolliert und beherrscht. Das Pokerface dient also einem taktischen Vorteil, auch dafür, um den Gegenüber zu verwirren.

Gezielte Beherrschung üben

Um ein Produkt besser verkaufen zu können, ist eine gezielte Beherrschung der eigenen Gefühle wichtig. Das gilt auch wenn ein unfreundlicher Kunde vor einem steht. Statt selbst ausfallen zu werden, denkt man sich innerlich was für ein Arsch und lächelt trotzdem. Auch das ist ein Pokerface.

Nicht jeder soll alles von uns wissen. Aus diesem Grunde kann ein Pokerface von Zeit zu Zeit auch eine Art Selbstschutz sein. Emotionen können schnell von anderen als ein Zeichen der Schwäche gedeutet werden und so gegen denjenigen genutzt werden.

Psychologisches Pokerface

Neben dem gewollten Pokerface gibt es noch das psychologische, das jedoch als Problem gilt. Etwa 10 Prozent der Menschen sind davon betroffen. Ihr Unvermögen besteht darin, dass sie selbst eine Gefühlsblindheit haben. Sie können ihre eigenen Gefühle nicht durch Mimik ausdrücken.

Autor: Redaktion

 
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