{"id":6609,"date":"2018-01-21T09:13:05","date_gmt":"2018-01-21T08:13:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3minutencoach.com\/news\/?p=6609"},"modified":"2026-01-15T11:44:15","modified_gmt":"2026-01-15T10:44:15","slug":"kapitalmarktausblick-2018-ende-der-truegerischen-ruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3minutencoach.com\/news\/kapitalmarktausblick-2018-ende-der-truegerischen-ruhe-6609\/","title":{"rendered":"Kapitalmarktausblick 2018: Ende der tr\u00fcgerischen Ruhe?"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 7<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p style=\"text-align: justify;\"><strong> + Kapitalm\u00e4rkte zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und geldpolitischer Normalisierung<\/strong><br \/><br \/>\n<strong> + Weltwirtschaft sollte 2018 um 3,8 Prozent wachsen, deutsches Bruttoinlandsprodukt stabil bei mindestens 1,8 Prozent<\/strong><br \/><br \/>\n<strong> + Unternehmensgewinne k\u00f6nnten 2018 Aktienkurse treiben, Renten unter Druck<\/strong><br \/><br \/>\n<strong> DAX-Ziel f\u00fcr Ende 2018: 14.100 Punkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Weltwirtschaft sollte im Jahr 2018 anhaltend solide wachsen und die US-Geldpolitik sich allm\u00e4hlich normalisieren. Damit rechnen die Kapitalmarktexperten der Deutschen Bank in ihrem heute in Frankfurt ver\u00f6ffentlichten &#8222;Kapitalmarktausblick 2018&#8220;. Sie weisen allerdings auch auf m\u00f6gliche \u00f6konomische Gefahren hin, vor allem auf eine zu schnell steigende Inflation. &#8222;Wenn der Preisdruck st\u00e4rker als erwartet zunehmen sollte, k\u00f6nnten sich die Notenbanken zu einem aggressiveren Ausstieg aus ihrer nach wie vor expansiven Geldpolitik gedr\u00e4ngt f\u00fchlen &#8211; mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung weltweit&#8220;, sagte Stefan Schneider, Chef\u00f6konom f\u00fcr Deutschland bei Deutsche Bank Research.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Jahr 2018 stehe daher im Zeichen zweier marktbestimmender Faktoren: Auf der einen Seite die starke Weltkonjunktur, auf der anderen Seite die Notenbanken, die einen behutsamen \u00dcbergang zu einer weniger expansiven Geldpolitik schaffen m\u00fcssen. &#8222;Das ist deshalb herausfordernd, weil es f\u00fcr den Ausstieg aus einer Nullzinspolitik keinen Pr\u00e4zedenzfall gibt &#8211; die W\u00e4hrungsh\u00fcter m\u00fcssen unerforschte Pfade einschlagen und sich dementsprechend vorsichtig bewegen&#8220;, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege f\u00fcr Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank. &#8222;Wir sind jedoch optimistisch, dass der geldpolitische Kurs der Notenbanken die Weltwirtschaft 2018 nicht nachhaltig negativ beeinflussen wird.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Volkswirtschaft: Volle Kraft voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Weltkonjunktur befindet sich in einem robusten Aufschwung, der sich im kommenden Jahr fortsetzen sollte. Dabei d\u00fcrfte das Wachstum der bedeutenden Wirtschaftsregionen auch 2018 \u00fcber ihrem Potenzialwachstum liegen. &#8222;Gest\u00fctzt wird dieser Trend vor allem durch einen sp\u00fcrbaren Anstieg des lange Zeit schw\u00e4chelnden Welthandels&#8220;, sagte Schneider. Gleichzeitig verschieben sich die konjunkturellen Impulsgeber: &#8222;War es bislang haupts\u00e4chlich der private Verbrauch, der aufgrund einer positiven Arbeitsmarktentwicklung und \u00f6lpreisbedingter Kaufkraftgewinne das Wachstum trieb, gewinnen jetzt Investitionen in Maschinen und Ausr\u00fcstungen an Bedeutung &#8211; sowohl in den Industrie-als auch in den Schwellenl\u00e4ndern&#8220;, hob Stephan hervor. &#8222;Insgesamt d\u00fcrfte das Weltwirtschaftswachstum gemessen am Bruttoinlandsprodukt 2018 mit knapp vier Prozent \u00e4hnlich hoch ausfallen wie in diesem Jahr&#8220;, prognostizierte Schneider. Geopolitische Risiken und eine st\u00e4rker als erwartete Inflationsentwicklung k\u00f6nnten den Aufschwung allerdings bremsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europa und Deutschland: Zyklischer Aufschwung setzt sich fort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anzeichen f\u00fcr eine sp\u00fcrbare konjunkturelle Verlangsamung in der Eurozone sieht die Deutsche Bank derzeit nicht. Trotz der Unsicherheit \u00fcber das Fortkommen der laufenden Brexit-Verhandlungen sowie \u00fcber das Ergebnis der anstehenden italienischen Parlamentswahl im Fr\u00fchjahr rechnen die Experten der Bank f\u00fcr das kommende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von soliden zwei Prozent. Das sollte die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, ihr Anleiheankaufprogramm bis Ende 2018 auslaufen zu lassen. &#8222;Wir halten EZB-Leitzinserh\u00f6hungen Mitte 2019 f\u00fcr m\u00f6glich&#8220;, sagte Stephan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland d\u00fcrfte der anhaltende Aufschwung am Arbeitsmarkt bei den kommenden Tarifverhandlungen zu h\u00f6heren Lohnabschl\u00fcssen f\u00fchren. &#8222;Wir gehen davon aus, dass sich dies in einer h\u00f6heren Inflationsrate niederschlagen wird, die sich Ende 2018 der Zwei-Prozent-Marke ann\u00e4hern k\u00f6nnte&#8220;, so Schneider. Die durch den \u00fcberraschenden Abbruch der Jamaika-Sondierungsgespr\u00e4che entstandenen Unsicherheiten d\u00fcrften sich in den Stimmungsindikatoren zwar niederschlagen, die deutsche Konjunktur insgesamt aber nur begrenzt belasten. &#8222;Wir sehen nach wie vor eine realistische Chance, dass eine neue Regierung ohne Neuwahlen gebildet werden kann&#8220;, sagte Schneider. Die Deutsche Bank erwartet f\u00fcr 2018 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von rund zwei Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>USA: Starkes Wachstum mit Luft nach oben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Konjunktur wird zunehmend von einem breiten Fundament getragen: Neben dem traditionell starken Konsum ziehen auch die Investitionen der Unternehmen an. &#8222;Dieser Aufw\u00e4rtstrend wird sich fortsetzen und sogar noch verst\u00e4rken, wenn die angek\u00fcndigte Steuerreform umgesetzt wird&#8220;, betonte Stephan. Gleichzeitig w\u00fcrden sich die Auswirkungen des im Februar 2018 anstehenden Wechsels an der Spitze der US-Notenbank in Grenzen halten. &#8222;Jerome Powell wird den Kurs seiner Vorg\u00e4ngerin Janet Yellen beibehalten, weshalb wir weiterhin von vier Zinsschritten bis Ende 2018 ausgehen &#8211; inklusive eines Zinsschritts noch in diesem Dezember.&#8220; Die Prognose der Deutschen Bank f\u00fcr das US-Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr betr\u00e4gt 2,6 Prozent &#8211; im Vergleich zu 2,2 Prozent f\u00fcr 2017.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrungen: Kurswechsel beim Wechselkurs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die besser als zu Jahresbeginn erwarteten Wirtschaftsdaten in der Eurozone haben die Gemeinschaftsw\u00e4hrung im laufenden Jahr gest\u00fctzt. &#8222;Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend im ersten Halbjahr 2018 umkehren und der US-Dollar zum Euro wieder an St\u00e4rke gewinnen k\u00f6nnte&#8220;, sagte Stephan. Grund daf\u00fcr sei haupts\u00e4chlich die Geldpolitik der Fed. Trotzdem k\u00f6nnte der Euro bereits im zweiten Halbjahr 2018 verlorenen Boden wiedergutmachen: Weil die EZB gegen Ende des Jahres ihr Ankaufprogramm auslaufen lassen d\u00fcrfte und m\u00f6glicherweise erste Diskussionen um Zinserh\u00f6hungen anst\u00f6\u00dft, k\u00f6nnten Marktteilnehmer von einer restriktiveren EZB-Geldpolitik ausgehen. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch der US-W\u00e4hrung von m\u00f6glicherweise unter 1,15 US-Dollar je Euro erwartet die Deutsche Bank daher Ende 2018 einen wiedererstarkten Euro um 1,20 US-Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anlageklassen, Regionen und Branchen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen &#8211; Abschied f\u00e4llt schwer<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem herausfordernden Jahr 2017 d\u00fcrfte 2018 f\u00fcr Rentenanleger kaum besser werden. Laut Stephan sei es zwar verfr\u00fcht, von einem B\u00e4renmarkt (anhaltend fallende Kurse) zu sprechen; der jahrzehntelange Bullenmarkt (anhaltend steigende Kurse) laufe aber aus: &#8222;Wir rechnen sowohl am kurzen als auch am langen Ende der Zinskurve mit weiter steigenden Zinsen in den USA und der Eurozone.&#8220; In den USA sollten sich neben den erwarteten Leitzinsanhebungen auch die k\u00fcrzere Fed-Bilanz sowie die geringeren Leistungsbilanz\u00fcbersch\u00fcsse Chinas &#8211; beides verbunden mit weniger K\u00e4ufen von US-Staatsanleihen &#8211; d\u00e4mpfend auf die Kurse auswirken. &#8222;In der Eurozone ist zwar nicht mit deutlich steigenden Kapitalmarktzinsen zu rechnen&#8220;, so Stephan, &#8222;allerdings erwarten wir auch f\u00fcr deutsche Staatsanleihen &#8211; das Vergleichsma\u00df f\u00fcr Anleihen aus dem Euroraum &#8211; anziehende Renditen: Bundesanleihen mit zehnj\u00e4hriger Laufzeit sollten zum Jahresende 2018 bei rund einem Prozent liegen.&#8220; Aus Renditegesichtspunkten k\u00f6nnte sich ein Blick abseits der Industriel\u00e4nder lohnen. &#8222;Das h\u00f6here Zinsniveau in den Schwellenl\u00e4ndern erkauft man sich aber mit gr\u00f6\u00dferen Risiken. Vor allem Papiere in Lokalw\u00e4hrungen d\u00fcrften bei steigenden US-Zinsen zunehmend unter Druck geraten&#8220;, gab Stephan zu bedenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien &#8211; Die letzte Meile ist die sch\u00f6nste<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Aufw\u00e4rtstrend an den globalen Aktienm\u00e4rkten geht im M\u00e4rz 2018 ins zehnte Jahr. &#8222;Da k\u00f6nnte es sein, dass Marktteilnehmer aufgrund des bereits lange laufenden Zyklus im kommenden Jahr eine h\u00f6here Risikopr\u00e4mie verlangen&#8220;, sagte Stephan. Trotzdem blieben die Aussichten aufgrund der starken Weltkonjunktur interessant: &#8222;Wir glauben, dass die Kurse weiter steigen k\u00f6nnen, m\u00f6glicherweise sogar \u00fcber 2018 hinaus.&#8220; Hoffnung mache insbesondere die Tatsache, dass die Unternehmensgewinne mittlerweile die Haupttreiber der Kursentwicklungen sind. &#8222;W\u00e4hrend die Unternehmensbewertungen sogar leicht sinken k\u00f6nnten, liegen die Gewinnerwartungen f\u00fcr das kommende Jahr weltweit im Schnitt bei soliden zehn Prozent&#8220;, erl\u00e4uterte Stephan. &#8222;Aktien k\u00f6nnten f\u00fcr entsprechend risikobereite Anleger auch 2018 eine Rolle spielen.&#8220; Die Deutsche Bank bevorzugt dabei zyklische Sektoren wie Technologie, Finanzen, Industrie und zyklischer Konsum. Im Spannungsfeld von Konjunktur und Notenbankpolitik m\u00fcssten Anleger allerdings mit gr\u00f6\u00dferen Kursschwankungen rechnen. &#8222;Nach den moderaten Schwankungen in diesem Jahr entspr\u00e4chen tempor\u00e4re Kursausschl\u00e4ge einer Normalisierung der M\u00e4rkte&#8220;, sagte Stephan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem deutschen Aktienmarkt d\u00fcrfte weiterhin seine zyklische Ausrichtung zugute-kommen &#8211; auch wenn die Kurse dadurch st\u00e4rker schwanken k\u00f6nnten. Von den verbesserten globalen Konjunkturaussichten k\u00f6nnten vor allem Unternehmen mit Hauptabsatzm\u00e4rkten au\u00dferhalb Europas profitieren. Stephan sieht den DAX Ende 2018 bei 14.100 Punkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>USA: Positive Entwicklung durch starke Unternehmensgewinne<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Treiber des US-Aktienmarkts sind im laufenden Jahr unter anderem die Unternehmensgewinne, die in der Breite steigen. Laut Stephan k\u00f6nnten die Gewinne pro Aktie im S&amp;P 500 im Jahr 2017 um gut zw\u00f6lf Prozent zulegen. Zwar seien die Bewertungen von US-Aktien insgesamt bereits vergleichsweise ambitioniert. &#8222;Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der hohen Eigenkapitalrendite der Unternehmen halte ich sie jedoch nicht f\u00fcr ungerechtfertigt&#8220;, sagte Stephan. Ein weiterer interessanter Aspekt sei, dass Anleger zuletzt offensichtlich solche Unternehmen bevorzugten, die mehr in das eigene Wachstum und damit die Zukunft investieren. Denn Aktien von Firmen mit h\u00f6heren Investitionsausgaben entwickeln sich j\u00fcngst besser. Die Deutsche Bank erwartet 2018 weiter steigende Gewinne und Investitionen. F\u00fcr den S&amp;P 500 rechnet sie am Jahresende 2018 mit einem Stand von 2.850 Punkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Asien: Japan und China im Wandel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien liegt der Fokus der Deutschen Bank auf japanischen und chinesischen Aktien. In Japan kletterte der Leitindex Nikkei zuletzt auf ein 25-Jahres-Hoch und die Aussichten sind weiter positiv. &#8222;Den multinationalen japanischen Unternehmen kommt der anziehende Welthandel zugute&#8220;, sagte Stephan. Dass der Yen im bisherigen Jahresverlauf im Durchschnitt schw\u00e4cher gehandelt wird als im Jahr 2016, helfe den japanischen Exporten. Hinzu kommen gro\u00dfe Bargeldreserven japanischer Unternehmen, die auf lange Sicht entweder \u00fcber Dividenden und Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe an Anleger flie\u00dfen sollten oder f\u00fcr Investitionen genutzt werden k\u00f6nnten. Am chinesischen Aktienmarkt sei die Entwicklung der Liberalisierung spannend. Denn durch die langfristig hohe Sparquote der Chinesen haben diese umgerechnet rund 10 Billionen US-Dollar angeh\u00e4uft, die mittelfristig auch au\u00dferhalb Festland-Chinas investiert werden k\u00f6nnten. Durch die sogenannten Stock Connects werden die B\u00f6rsen Hongkongs und Festland-Chinas verbunden. &#8222;Durch die fortschreitende Liberalisierung von Wirtschaft und B\u00f6rsen wird es f\u00fcr Chinesen einfacher, Geld globaler und diversifizierter anzulegen&#8220;, so Stephan. Au\u00dferdem k\u00f6nnte die Aufmerksamkeit internationaler Investoren f\u00fcr chinesische Festland-Aktien durch die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte sukzessive zunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Immobilien: Kein Ende in Sicht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts des weltweit anhaltenden Trends zur Urbanisierung scheinen die M\u00e4rkte f\u00fcr Wohnimmobilien in Ballungszentren weiterhin interessant. &#8222;Das gilt auch f\u00fcr Deutschland, wo das Angebot in vielen gro\u00dfen St\u00e4dten mit dem Nachfragewachstum nicht mithalten kann &#8211; es wird schlicht zu wenig gebaut&#8220;, sagte Stephan. Im Segment der Gewerbeimmobilien k\u00f6nnten B\u00fcrofl\u00e4chen in den globalen Metropolregionen vom zunehmenden Stellenwert des Dienstleistungssektors profitieren. Besonders interessant scheinen aus Sicht der Deutschen Bank moderne Logistikimmobilien. &#8222;Der Onlinehandel erfordert zunehmend effiziente und agile Beschaffungsketten, um die steigenden Kundenerwartungen an Lieferzeit und Flexibilit\u00e4t erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen&#8220;, so Stephan. Die Nachfrage nach entsprechenden Fl\u00e4chen d\u00fcrfte 2018 weltweit zulegen, klassische Einzelhandelsobjekte und Einkaufszentren dagegen weiter unter Druck geraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rohstoffe &#8211; Renaissance des (Super-)Zyklus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Rohstoffmarkt d\u00fcrften sich die Notierungen im kommenden Jahr weiter stabilisieren. Das gilt auch f\u00fcr \u00d6l. Dass die Preise nicht nachhaltig steigen sollten, liegt vor allem an den US-F\u00f6rderern, die m\u00f6gliche Produktionsk\u00fcrzungen seitens der OPEC kurzfristig kompensieren k\u00f6nnten. Bei den Industriemetallen bestimmt China ma\u00dfgeblich die Preisentwicklung. &#8222;Der Abbau von \u00dcberkapazit\u00e4ten in der dortigen Schwerindustrie, zum Beispiel in der Stahl- und Aluminiumherstellung, wird die entsprechenden Notierungen weiter st\u00fctzen, w\u00e4hrend die Preise der Ausgangsmaterialien wie Eisenerz und Bauxit unter Druck bleiben&#8220;, so Stephan. China sei aber auch als Nachfrager bedeutsam. Bei Kupfer zum Beispiel entfallen 47 Prozent des globalen Bedarfs auf die zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft der Welt. F\u00fcr die kommenden Jahre werden deutliche Nachfragesteigerungen beispielsweise f\u00fcr die Rohstoffe \u00d6l, Aluminium und Kupfer erwartet. F\u00fcr den Goldpreis sehen die Strategen der Deutschen Bank insgesamt wenig Potenzial, denn bei anziehenden US-Zinsen m\u00fcssen Anleger im Vergleich zu US-Staatsanleihen h\u00f6here entgangene Zinsertr\u00e4ge bef\u00fcrchten. Das wirkt sich in der Regel negativ auf die Goldnachfrage und den Preis aus. Zum Jahresende 2018 rechnet die Deutsche Bank mit einem Goldpreis von 1.230 US-Dollar je Feinunze.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Trends &#8211; M\u00e4rkte von morgen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Medial gro\u00dfe Aufmerksamkeit genie\u00dfen aktuell Nachrichten zu zukunftsweisenden Investitionschancen wie Bitcoins. &#8222;F\u00fcr die Deutsche Bank sind Kryptow\u00e4hrungen derzeit kein Anlagethema&#8220;, sagte Stephan. Eine Sichtweise, die auch die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin teilt. &#8222;Nat\u00fcrlich muss man diese W\u00e4hrungen weiterhin genau betrachten. Solange der Markt jedoch nicht &#8211; wie auch von der EZB gefordert &#8211; reguliert ist, raten wir von einem Engagement dringend ab. Zumal der Bitcoin in den vergangenen sechs Monaten deutlich st\u00e4rker schwankte als exotische W\u00e4hrungen wie der Ariary aus Madagaskar oder der Pula aus Botswana.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz anders verhalte es sich mit anderen Zukunftsbranchen. Breite Anlagen in digitale Trends wie zum Beispiel das Internet der Dinge, Big Data, Cloud-Computing und E-Payment bieten Potenzial f\u00fcr Anleger &#8211; das zeigte sich bereits in den vergangenen f\u00fcnf Jahren sehr deutlich. Ein weiterer interessanter Fakt sei laut Stephan, dass durch die Digitalisierung die Datenflut sowie die globale Vernetzung zunehmen. Da die Risiken f\u00fcr Nutzer immer gr\u00f6\u00dfer werden, k\u00f6nnten Anbieter von L\u00f6sungen f\u00fcr Cybersicherheit unter den Hauptprofiteuren bleiben. Der Hype um die E-Mobilit\u00e4t sei laut Stephan zwar ebenfalls spannend, aber gleichzeitig unsicherer als die zuvor genannten Megatrends. &#8222;W\u00e4hrend Gewissheit dar\u00fcber besteht, dass die Digitalisierung Einzug in unser t\u00e4gliches Leben und die Arbeitswelt h\u00e4lt, wird sich erst noch zeigen m\u00fcssen, welche Antriebstechnologie sich schlie\u00dflich durchsetzen wird&#8220;, sagte Stephan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Verm\u00f6gensaufteilung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Risiken &#8211; Die n\u00e4chste Krise kommt bestimmt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ohne ein m\u00f6gliches \u00dcberschie\u00dfen der Inflation ist an den Kapitalm\u00e4rkten im kommenden Jahr mit st\u00e4rkeren Schwankungen zu rechnen: Unruhepotenzial bieten nach Ansicht der Deutschen Bank unter anderem geopolitische Faktoren, wie eine Versch\u00e4rfung des Konflikts mit Nordkorea, sowie politische Risiken in Europa. Obwohl die Deutsche Bank kein so schwankungsarmes Jahr f\u00fcr Anleger erwartet wie 2017, sei man f\u00fcr 2018 grunds\u00e4tzlich positiv gestimmt. Neben Anlagen in Immobilien und Multi-Asset-Fonds k\u00f6nnten sich laut Stephan f\u00fcr entsprechend risikobereite Anleger daher auch Engagements in Aktien und Renten anbieten: &#8222;Unsere Antwort auf die steigenden Rentenmarktrisiken sind eine aktive Laufzeitgestaltung und flexibles Management.&#8220; Trotz der teilweise verbesserten Aussichten spielen direkte Anlagen in Rohstoffe f\u00fcr die Deutsche Bank derzeit keine nennenswerte Rolle.<\/p>\n<p>Quelle: APA Ots<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.3minutencoach.com%2Fnews%2Fkapitalmarktausblick-2018-ende-der-truegerischen-ruhe-6609%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link external external_icon\" style=\"; 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