{"id":6605,"date":"2018-01-16T08:58:44","date_gmt":"2018-01-16T07:58:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.3minutencoach.com\/news\/?p=6605"},"modified":"2026-01-15T11:44:10","modified_gmt":"2026-01-15T10:44:10","slug":"der-maschinenkollege-freund-oder-feind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.3minutencoach.com\/news\/der-maschinenkollege-freund-oder-feind-6605\/","title":{"rendered":"Der Maschinenkollege \u2013 Freund oder Feind"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 4<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Jobs der Zukunft werden sich ma\u00dfgeblich von den heutigen unterscheiden: hin zu h\u00f6her qualifizierten T\u00e4tigkeiten, w\u00e4hrend Routine-Aufgaben automatisiert sein werden. Alleine in \u00d6sterreich soll 2035 ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts von \u201eMaschinenkollegen\u201c erarbeitet werden. Ganze 137 Milliarden US Dollar soll die k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) dann erwirtschaften \u2013 anstelle von Menschen. Damit \u00d6sterreich f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet ist und damit alle von k\u00fcnstlicher Intelligenz profitieren, braucht es mehr digitale Talente und transparente ethische Grunds\u00e4tze.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu diesem Ergebnis kam die Microsoft Arbeitsgruppe im Rahmen der Wirtschaftsgespr\u00e4che in Alpbach. Unter dem Titel \u201eDer Maschinenkollege \u2013 Freund oder Feind?\u201c diskutierten J\u00f6rg Leichtfried (Bundesminister f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie), Christoph Klein (Direktor der Arbeiterkammer Wien), Michael Zettel (Country Managing Director, Accenture \u00d6sterreich) und Dorothee Ritz (General Manager Microsoft \u00d6sterreich) unter der Leitung von Puls4-Info-Chefin Corinna Milborn \u00fcber den Einzug von Robotik und k\u00fcnstlicher Intelligenz in den Lebens- und Arbeitsalltag. Kann k\u00fcnstliche Intelligenz die Menschen sinnvoll unterst\u00fctzen? Oder f\u00fchlen sich Menschen vermehrt ersetzt und bedroht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensch und Maschine: gemeinsam ein unschlagbares Team<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Angst, Roboter k\u00f6nnten Menschen die Jobs wegnehmen, beherrscht derzeit den medialen Diskurs. \u201eDiese Sorgen m\u00fcssen wir ernst nehmen. Aber noch mehr m\u00fcssen wir die Chancen aufzeigen \u2013 f\u00fcr die Gesellschaft, f\u00fcr Unternehmen und auch f\u00fcr den Einzelnen. K\u00fcnstliche Intelligenz hat viele Gesichter: Nur mit den vielfach prognostizierten Science-Fiction Endzeitszenarien haben diese wenig zu tun\u201c, sagt Dorothee Ritz, General Manager bei Microsoft \u00d6sterreich. Die Geschichte habe nicht nur einmal gezeigt, dass sich gro\u00dfe technologische Umbr\u00fcche auch auf die Arbeitswelt auswirken \u2013 ob Dampfmaschine oder der PC. \u201eWir bei Microsoft sind \u00fcberzeugt, dass Menschen und Maschinen ganz unterschiedliche Talente mitbringen. Menschen sind kreativ und innovativ, emotional und empathisch. Computer sind un\u00fcbertroffen in der Fertigkeit, in riesigen Datenmengen rasend schnell Muster zu erkennen. Mensch und Maschine k\u00f6nnen gemeinsam ein unschlagbares Team sein.\u201c Michael Zettel, Managing Director bei Accenture \u00d6sterreich erg\u00e4nzt: \u201eHumor ist ein perfektes Beispiel daf\u00fcr, dass der Mensch der Maschine \u00fcberlegen ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Roboter-Rat: Strategien f\u00fcr den Umgang mit k\u00fcnstlicher Intelligenz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedenken adressieren und aktiv aufkl\u00e4ren sind auch f\u00fcr J\u00f6rg Leichtfried, Bundesminister f\u00fcr Verkehr, Innovation und Technologie, der Schl\u00fcssel zum langfristig erfolgreichen und akzeptierten Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz: \u201eRoboter \u00fcbernehmen immer mehr Aufgaben in unserer Arbeitswelt, etwa um Autos zusammenzubauen, Lagerbest\u00e4nde zu kontrollieren oder Lasten zu tragen. Die \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher kn\u00fcpfen daran viele Erwartungen, aber auch Sorgen. Das nehmen wir ernst. Darum haben wir den Roboter-Rat ins Leben gerufen. Wir erarbeiten einen Plan, wo und wie Roboter in unserem Leben einen Platz haben. Der Mensch muss dabei immer im Mittelpunkt stehen. Wir werden daf\u00fcr sorgen, dass die \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher von Robotern profitieren, etwa indem wir die Entwicklung n\u00fctzen, um mehr Arbeitspl\u00e4tze nach \u00d6sterreich zu holen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>K\u00fcnstliche Intelligenz dient dem Menschen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Microsoft ist der Maschinenkollege zweifelsfrei Freund. Man will KI demokratisieren und belegt das mit einigen Beispielen zur Inklusion: \u201eWir haben eine App die Sehbehinderten erkl\u00e4rt, was die Smartphone Kamera fokussiert \u2013 und zwar punktgenau mit Alter und Emotion des Gegen\u00fcbers. Oder ein intelligenter Handschuh, der Zeichensprache interpretieren kann und \u00fcber einen Lautsprecher wiedergibt. Das gibt den Menschen eine bislang unbekannte Freiheit\u201c, so Ritz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entwicklung echter k\u00fcnstlicher Intelligenz steckt noch in den Kinderschuhen. \u201eDaher haben wir jetzt noch alle M\u00f6glichkeiten, uns auf ethische Standards zu einigen und die Rahmenbedingungen f\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung festzulegen\u201c, ist sich Ritz sicher. Microsoft stellt \u00fcber verschiedene Richtlinien und Ethik-Programme \u2013 unter anderem gemeinsam mit anderen Technologie-Unternehmen wie IBM, Google, Amazon und Facebook \u2013 sicher, dass KI den Menschen unterst\u00fctzt und sich niemand durch den Maschinenkollegen ersetzt f\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Digitalisierung und KI als Wachstumsmotor f\u00fcr \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Chancen die Digitalisierung und der Einsatz neuer Technologien wie k\u00fcnstliche Intelligenz f\u00fcr den Wirtschaftsstandort bieten, zeigt eine aktuelle Accenture Studie. Demnach ist ein j\u00e4hrlicher Anstieg des BIP bis 2035 von 1,4 auf 3 Prozent m\u00f6glich. F\u00fcr Accenture-Managing Director Michael Zettel sind \u00d6sterreichs Unternehmen in dieser Hinsicht zu stark vom Profit getrieben. Wenn man jedem Risiko aus dem Weg geht, fehlt der Mut f\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsmodelle. Daher sieht er f\u00fcr \u00d6sterreich drei konkrete Handlungsempfehlungen: \u201eTop-Manager m\u00fcssen zuerst eine Innovationsagenda aufsetzen und neue Gesch\u00e4ftsmodelle erkunden. Dann gilt es Maschinen zu verstehen und richtig einzusetzen \u2013 dazu muss ein kulturelles und funktionales Klima geschaffen werden. Zuletzt geht es um das Lernen und das Entwickeln von Soft Kills. KI kann die Innovationsgeschwindigkeit in Unternehmen dramatisch erh\u00f6hen. Die Weiterbildung wird damit zu einem allt\u00e4glichen Bestandteil des Arbeitsprozesses werden.\u201c Wer dies befolgt, habe gro\u00dfe Chancen, seine Produktivit\u00e4t zu steigern. Accenture rechnet mit einem Anstieg um 30 Prozent. Damit ist klar, dass sich die Art der Arbeit ver\u00e4ndert, mit weniger Arbeitspl\u00e4tzen rechnet man jedoch nicht. \u201eEs ist unwahrscheinlich, dass die Besch\u00e4ftigungszahl geringer wird\u201c, so Zettel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuelle Studien des BMVIT belegen ebenso, dass Digitalisierung in der Vergangenheit mehr Jobs geschaffen als vernichtet hat. \u201eWir sorgen daf\u00fcr, dass das auch in Zukunft so sein wird\u201c, so Leichtfried.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Digitalisierung, von der alle profitieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Arbeiterkammer r\u00fcckt die Belegschaft in den Mittelpunkt der digitalen Transformation. \u201eDie Digitalisierung muss im Sinne der Besch\u00e4ftigten gestaltet werden, damit nicht nur eine kleine Elite, sondern alle von den neuen M\u00f6glichkeiten profitieren. Dabei geht es vor allem um Verteilungsfragen, Arbeitsbedingungen und Bildungschancen\u201c, erkl\u00e4rt Arbeiterkammer Wien-Direktor Christoph Klein. F\u00fcr die AK ist es wichtig, dass der Wandel gestaltbar ist \u2013 und zwar so, dass auch die Besch\u00e4ftigten davon profitieren. Vor allem die Polarisierung auf dem Arbeitsmarkt und die Erosion des Arbeitnehmerbegriffs durch neue Arbeitsformen wie Crowd-Work und die Zunahme von Scheinselbstst\u00e4ndigkeit bergen Gefahren f\u00fcr das soziale Gef\u00fcge in sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bildung als Schl\u00fcssel f\u00fcr erfolgreiche Digitalisierung und ein wirtschaftlich starkes \u00d6sterreich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Freude an Technologie, Mut und Innovationsgeist sowie ein Talent f\u00fcr Networking werden als Qualifikation f\u00fcr die Jobs der Zukunft unerl\u00e4sslich sein. \u201eMenschliche Eigenschaften werden wichtiger:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neugier, Kreativit\u00e4t und Erfindergeist \u2013 Dinge, die Maschinen nicht lernen k\u00f6nnen und Dinge, die das Schulsystem st\u00e4rker f\u00f6rdern muss\u201c, fasst Dorothee Ritz zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil Bildung immer wichtiger wird, m\u00f6chte die Arbeiterkammer den Zugang zu Aus- und Weiterbildung erleichtern und hat daf\u00fcr ein Modell erarbeitet: \u201eMit einem Qualifizierungsgeld, w\u00e4re es m\u00f6glich, die Weiterbildungschancen gerechter zu verteilen\u201c, sagt Christoph Klein. Und auch Michael Zettel sieht Bildung als entscheidenden Faktor:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLebenslanges Lernen war bislang ein Nice-to-have. Jetzt ist es ein Must-have! Das Konzept, als Uni-Abg\u00e4nger mit 25 \u201aausgelernt\u2019 zu haben, ist vollkommen \u00fcberholt. Bildung wird uns k\u00fcnftig unser Leben lang begleiten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: APA ots<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.3minutencoach.com%2Fnews%2Fder-maschinenkollege-freund-oder-feind-6605%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link external external_icon\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.3minutencoach.com%2Fnews%2Fder-maschinenkollege-freund-oder-feind-6605%2F&text=Der%20Maschinenkollege%20%E2%80%93%20Freund%20oder%20Feind\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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