Die wichtigsten Grundlagen des Vermögensaufbaus

Die wichtigsten Grundlagen des Vermögensaufbaus

In Zeiten niedriger Zinsen und vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit seinen Herausforderungen für das Rentensystem ist nachhaltiger Vermögensaufbau besonders bedeutsam. Welche wichtigsten Weichenstellungen man als Fundament für zukünftiges Vermögen vornehmen sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Als Erstes: Schulden abbauen

Wenn der Studienkredit zurückgezahlt werden muss, sich unbezahlte Rechnungen stapeln oder der Dispokredit der Hausbank in Anspruch genommen wurde, sollte zunächst die gesamte Finanzkraft in die Tilgung der Schulden gelenkt werden. Geld beiseitezulegen, während man Mahngebühren oder Zinsen zu schultern hat, ist nicht sinnvoll. Unterziehen Sie besser Ihre monatlichen Ausgaben einer kritischen Kontrolle und legen Sie ein penibel geführtes Haushaltsbuch an.

Erste Rücklagen bilden

Sind alle Verbindlichkeiten ausgeräumt und herrscht Klarheit über die monatlichen Einnahmen und Fixkosten, sollte ein Notgroschen auf einem Extra-Konto gebildet werden. So geraten Sie nicht ins Schwimmen, wenn unvorhergesehene Kosten für eine Autoreparatur oder einen neuen Kühlschrank fällig werden. Legen Sie am besten per Dauerauftrag einen festen Teil Ihrer Einnahmen beiseite, bis sie etwa vier Monatsgehälter erreicht haben. Eine sinnvolle Sparquote ist dabei mindestens 10 %.

Vermögensaufbau am Wertpapiermarkt

Verfügen Sie über diese Rücklage, kann der nächste Schritt angegangen werden. Erhöhen Sie nach Möglichkeit die Sparquote, indem Sie einen Teil aller auftretenden Mehreinnahmen wie etwa nach einer Gehaltserhöhung addieren. Je nach individueller Risikobereitschaft sollte ein großer Teil der nun zu bildenden Ersparnisse am Aktienmarkt investiert werden. Da es so gut wie keine Guthabenzinsen mehr gibt, ist dies eine der wenigen Möglichkeiten, der schleichenden Entwertung durch die Inflation zu entgehen. Viele Neobroker bieten mittlerweile einen günstigen Einstieg. Achten Sie dabei auf die aufgerufenen Ordergebühren und vergleichen Sie die Anbieter.

Strategiefindung: Einzelkauf versus Indizes

Damit das ganze jedoch nicht zu einer regelrechten Wette gerät, sollten sich Einsteiger vorab umfassend informieren. Im Grunde bieten sich zwei Strategien an: Wer sich intensiv mit dem Wertpapierhandel beschäftigen möchte, und Spaß an der Beschäftigung mit Geschäftszahlen und Werten wie Apple, Samsung, Tesla oder der Amazon Aktie hat, der wählt die Wertpapiere selbst aus. Vorteil ist hier die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite. Wer sich dagegen nur wenig mit dem Aktienhandel befassen will, der sollte eher zu einem börsengehandelten Indexfonds (ETF) greifen. Solche breit gefächerten Aktienindices wie etwa der MSCI World bilden die Wertentwicklung von vielen enthaltenen Aktien nach. Vorteilhaft dabei ist, dass so ein Klumpenrisiko wie bei einer Auswahl nur weniger Wertpapiere vermieden wird.

Konsequent weiter investieren

Das Geheimnis zum langfristigen Vermögensaufbau liegt zudem darin, möglichst nicht von seiner Strategie abzuweichen und die Sparrate beständig einzuhalten. Auch von Rückschlägen am Aktienmarkt sollte man sich nicht verunsichern lassen. Phasen mit fallenden Kursen gehören hier unweigerlich dazu. Daten der vergangenen Jahrzehnte zeigen jedoch, dass gerade Indizes mit Qualitätsaktien wie DAX und Dow Jones beständig an Wert zugelegt haben. Wer also sein Erspartes möglichst nicht der Inflation aussetzen will und etwas Risiko nicht scheut, der dürfte beim Vermögensaufbau um das Thema Wertpapierhandel nicht herumkommen. Bei ausreichender Information über mittlerweile zahlreich vorhandenen Quellen und einem behutsamen Vorgehen bieten sich mit dieser Anlageform dafür auch einige Chancen.

Autor: Redaktion

 
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